Unterstützer-Initiativen

Viele gemeinnützige Würzburger Initiativen teilen unseren Wunsch nach wirklich offenen und selbstverwalteten Räumlichkeiten.
Die meisten leiden unter viel zu hohen Mietkosten, oder dem nicht vorhandensein von Räumlichkeiten, was das Potential der Gruppierungen schwächt und die Vernetzung erschwert.
Im folgenden also all unsere Unterstützer*innen, die sich frei und selbstbestimmt in unser Projekt einbringen wollen:

Luftschloss Umsonstladen

https://umsonstladen4wuerzburg.wordpress.com/

Der Umsonstladen Würzburg führt ein komplett kostenloses Sortiment und richtet sich an ökologisch bewusste Menschen, Menschen mit zu wenig Stauraum, Menschen mit kleiner Kasse und alle anderen. Nach dem Recycling Prinzip kann jede_r brauchbare Dinge (die ganz, funktionstüchtig und sauber sind) vorbei bringen und jede_r brauchbare Dinge mitnehmen – selbstverständlich kostenlos! Uns geht es vor Allem darum den Dingen einen längeren Nutzen zu geben um somit Menschen, die Umwelt und Ressourcen zu schonen. Momentan ist der Umsonstladen zweimal in der Woche geöffnet und es werden 350 Euro Miete bezahlt.

Wir wünschen uns finanzielle Unabhängigkeit. Das Projekt sollte sich mehr auf das weiternutzen von Dingen konzentrieren können, z.B. Umsonstregale an anderen Orten zu organisieren, Präsenz auf Basaren, Flohmärkten etc. Aktuell geht viel Arbeit in die Generierung von Spenden für die Miete. Wir benötigen gut zugängliche Räumlichkeiten für einen breiten Bevölkerungsquerschnitt, in einem Ambiente, welches zum Miteinander einlädt. Zudem würden wir Bastel-/Upcyclingworkshops aus „Ladenhütern anbieten.

Freirad

https://umsonstladen4wuerzburg.wordpress.com/fahrrad-ak/fahrrad-selbsthilfe-werkstatt/

Wir bieten einmal in der Woche für zwei Stunden eine Selbsthilfewerkstatt an und kümmern uns um die Wartung der freien Lastenräder  (www.lastenrad-wuerzburg.de). Wir wollen unsere Fahrradwerkstatt in das Soziokulturelle Zentrum eingliedern und zudem Aktionstage und Workshops zu bestimmten Reparaturthemen anbieten. Ein bestehender Wunsch ist auch, dass Verleihradsystem Freirad wieder aufleben zu lassen. Freirad ist an den Umsonstladen angegliedert.

Initiative Bleiberecht

Initiative Bleiberecht auf Facebook

Die Initiative Bleiberecht setzt sich für die Bewegungsfreiheit aller Menschen ein. Sie lehnt Abschiebungen als Mittel der Migrationspolitik ab und fordert einen sofortigen Stopp der Kriminalisierung von Migration, denn diese war schon immer ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Gesellschaften. Eine Tatsache die Abschiebungen in der Vergangenheit nicht ändern konnten und dies auch nicht in Zukunft tun. Die Initiative Bleiberecht organisiert, in Solidarität mit von Abschiebungen Betroffenen Menschen, regelmäßig Kundgebungen und Demonstrationen in Würzburg um gegen Abschiebungen und für ein dauerhaftes Bleiberecht für alle Menschen zu demonstrieren.

Die Initiative Bleiberecht benötigt das Soziokulturelle Zentrum zum einen als Lagerraum für Transparente, Lautsprecher, Pavillon usw., zum anderen als Ort für Plenen, Informationsveranstaltungen und Solidaritätsfeiern.

MiezeKoze

http://miezekoze.blogsport.de/

Die MiezeKoze versteht sich selbst als ein Projekt, welches für verschiedenste emanzipatorische Ideen und Ansätzen offen ist. Unser Ziel ist es, in Würzburg Menschen und Gruppen einen Raum für Projekte zur Verfügung stellen zu können, egal ob regelmäßige Plenen, ein einmaliger Vortrag, gemütliche Kneipe, Film- und Kreativabende, oder neue Ideen, die Menschen gerne umsetzen wollen. Wir möchten Menschen, die sich aktiv gegen die zunehmende Vereinsamung der Gesellschaft, gegen politische, soziale und ökonomische Missstände erheben wollen, eine Möglichkeit bieten um sich gemeinsam zu organisieren und ihre Inhalte nach außen zu tragen. In den Räumlichkeiten der MiezeKoze sollen sich Menschen abseits von gesellschaftlichen Zwängen entfalten können. Um das umzusetzen muss die Mieze auch ein Schutzraum sein. Das bedingt, dass es hier keinerlei Raum für rassistisches, sexistisches, homophobes, transphobes, antisemitisches, chauvinistisches und allgemein autoritäres Verhalten gibt. Notwendige Entscheidungen werden im Konsens im offenen Plenum getroffen. Alle Personen oder Gruppen, welche sich für eine fortschrittliche Gesellschaft einsetzen wollen sind herzlich eingeladen in der MiezeKoze am Plenum teilzunehmen, Veranstaltungen zu planen bzw. die Veranstaltungen in den Räumlichkeiten zu besuchen.

Warum brauchen wir ein Soziokulturelles Zentrum?

Die MiezeKoze finanziert sich unabhängig, durch Spenden von Nutzer*innen des Raums und selbstorganisierten Küfas (Küche für alle). Wegen der generell schwierigen Mietlage in Würzburg, müssen wir für unseren kleinen Raum viel Geld zahlen. Dadurch verlieren wir Geld und Zeit, die wir in unsere politische Arbeit stecken könnten. Ein Soziokulturelles Zentrum würde gleichzeitig eine bessere Vernetzung von politischen, aber auch unpolitischen Gruppen bewirken. So entstände es einen besserer Kulturaustausch in Würzburg, verschiedenste Menschen könnten voneinander lernen. Außerdem ließe sich für Projekte wie Vorträge, Konzerte oder auch Demonstrationen und Kundgebungen besser und mehr mobilisieren. Denn eine gut funktionierende, vernetzte linke Struktur ist unserer Meinung nach in Würzburg sehr wichtig. Gerade in Anbetracht der 8,7% Wählerschaft der AfD bei der Bundestagswahl und der selbsternannten Bürgerwehr „Soldiers of Odin“, nicht zu vergessen den Alltagsrassismus, dem viele Menschen täglich begegnen müssen. Solche Entwicklungen wollen wir nicht einfach hinnehmen. Aus diesen Gründen und der Tatsache, dass gesellschaftliche Freiräume in Würzburg selten zu finden sind, sehen wir in einem Soziokulturellen Zentrum eine tolle Möglichkeit, um Raum für alternative Kultur zu schaffen.

Freiraum

https://freiraumwuerzburg.wordpress.com/

Der Freiraum Würzburg ist ein Ort, der sozialen, kulturellen und nachhaltigen Ideen, Gedanken und Angeboten ein Zuhause bietet. Die Philosophie des (geld-)freien Geben und Nehmen steht dabei im Mittelpunkt. Damit bietet der Freiraum eine vom Konsumzwang befreite Alternative der Freizeitgestaltung. Er ist ein schwellenloser und hierarchiefreier Raum für alle Menschen, unabhängig von sozialem Status, Herkunft, Alter, Größe des Geldbeutels und Interessen. Soziale Grenzen werden überwunden und es entstehen Begegnungen außerhalb der gesellschaftlichen Schubladen. Dadurch verstärkt sich ein gruppenübergreifendes Gemeinschaftsgefühl und Vorurteile bauen sich ab. Der Raum ist da und wird von den Menschen belebt, die ihn nutzen. Im Sinne einer nachhaltigen und wertschätzenden Nutzung von Kleidung, Haushaltsgegenständen, Möbeln, Büchern, etc. gibt es im Freiraum einen kleinen Umsonstladen. Lebensmittel können im Fair-teiler verschenkt werden. Regelmäßige Einladungen an Künstler und Kulturschaffende geben diesen die Möglichkeit zur Verwirklichung ihrer Kunst. Dadurch entsteht ein kulturelles Angebot, was gleichzeitig den Gästen des Freiraums zu Gute kommt.

Der Freiraum Würzburg existiert nun seit drei Jahren, ist ein wertvoller Raum für viele Menschen dieser Stadt und zahlt über 900 Euro Miete. Wir, die Menschen des Freiraums, wünschen uns den Freiraum innerhalb des Soziokulturellen Zentrums, um mehr Energie in die Verwirklichung von Projektideen zu stecken, statt sich mit Spendenaquise zu beschäftigen. Der Freiraum wird jeden Tag genutzt, für Öffnungszeiten und verschiedene Kurse, Gruppen und Workshops. (Yoga, Meditation, Tanzen, Gewaltfreie Kommunikation, Chor, Konzerte, Interkulturelle Teestube, Spieleabend uvm.)

MediNetz Würzburg e.V.

https://www.medinetz-wuerzburg.de/

Gesundheit ist ein Menschenrecht! Dieses Recht wird in Deutschland jedoch nicht vollständig umgesetzt und so vermitteln wir medizinische Versorgung an Leute, die keinen uneingeschränkten Zugang dazu haben. Ob Geflüchtete*r, Mensch in „aufenthaltsrechtlicher Illegalität“, EU-Bürger*in, Asylsuchende*r, deutsche*r Staatsbürger*in … für viele von uns ist der Zugang zu Gesundheitsversorgung in der Realität erschwert bzw. unmöglich. Dagegen muss etwas getan werden, auch hier in Würzburg! Wir sind ein gemeinnütziger Verein, ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitgliedern. Wir bieten eine Sprechstunde jeden Dienstag um 17 Uhr im Weltladen an und sind telefonisch (+49 160 91661078) erreichbar. Kurzfristig vermitteln wir so medizinische Versorgung an Menschen, die keinen uneingeschränkten Zugang dazu haben. Langfristig wollen wir uns überflüssig machen und fordern, dass der Staat das Recht auf einen uneingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung bundesweit umsetzt!“

Wie werden wir das Soziokulturelle Zentrum nutzen? Grundlage unserer Arbeit ist die Netzwerkbildung. Um medizinische Versorgung zu vermitteln und um deutlich zu machen, dass Gesundheit ein Menschenrecht ist, benötigen wir einen Ort, an dem unterschiedliche Vereine und Menschen zusammen an Projekten arbeiten können. Die zentralen Räumlichkeiten der ehemaligen Umweltstation wollen wir unter anderem für Planungstreffen, Workshops, Sprechstunden und als Ausgangspunkt für unser politisches Engagement nutzen. Wir freuen uns, wenn durch dieses Projekt ein Ort für mehr Solidarität, Toleranz und Miteinander hier in Würzburg entsteht!

Fab Lab

https://fablab-wuerzburg.de/

Das FabLab ist eine „offene, demokratische Werkstatt“ (Makerspace) mit dem Ziel, Privatpersonen den Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren für Einzelstücke zu ermöglichen. Darüber hinaus beschäftigen uns mit den Auswirkungen von Technologien auf die Gesellschaft setzen uns für freien Informationsaustausch und Informationsfreiheit ein.

Das FabLab zahlt momentan 450 Euro Miete, hat für die Werkstatt einen sehr großen Raumbedarf von über 200 m2 und wünscht sich darüber hinaus aber auch Räume für gemütliches Beisammensein und Plenen.

Veganes Würzburg

http://www.veganes-wuerzburg.de/

Der Verein macht es sich zur Aufgabe über den Veganismus in all seinen Facetten und globalen Auswirkungen und über Tierrechte zu informieren. Er gibt Hilfestellung zur Umsetzung der veganen Lebensweise und fördert die Achtung vor allen Lebewesen. Für die Erreichung dieser Ziele organisiert veganes Würzburg Infoständen, vegane Verkostungen, insbesondere die Veganmania auf dem Marktplatz und Veranstaltung von Vorträgen, Seminare und Podiumsdiskussionen. Ein wichtiges Element ist die Zusammenarbeit mit Organisationen mit gleichen oder verwandten Zielen, sowie lokalen Organisationen und Behörden.

Vor allem die Vernetzung würde ein Soziokulturelles Zentrum erleichtern, zudem benötigt Veganes Würzburg einen gemütlichen, geräumigen Ort mit Küche  für den monatlichen Stammtisch. Momentan werden dafür  50 Euro Miete bezahlt.

Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit

Wir sind ein freier Zusammenschluss von Theoretiker_innen und Praktiker_innen, die in Würzburg studieren oder im Bereich der Sozialen Arbeit tätig sind. Die kritische Betrachtungsweise staatlicher Versorgungsstrukturen, organisationaler Zielsetzungen und die Suche nach neuen Handlungs- und Denkansätzen vereint uns. Wir gestalten einen angstfreien diskursiven Raum, in dem jede_r einen Beitrag zur Ausgestaltung des AKS leisten kann. Wir bieten eine Plattform und Anlaufstelle, auf der auf Basis von Offenheit, Akzeptanz und Verständnis in einer vertrauensvollen Atmosphäre. Wir unterstützen uns gegenseitig in der Entwicklung und der Reflektion unseres professionellen Selbstverständnisses. Insbesondere setzen wir uns für die Rechte der Klient_innen ein, indem wir die Praxis Sozialer Arbeit kritisch hinterfragen und öffentlich auf Missstände hinweisen. Wir beziehen politische Stellung und positionieren uns zu sozialen Themen. Unser Engagement zielt auf konkrete Einflussnahme ab, erfolgt themenspezifisch und theoriebasiert. Der Arbeitskreis organisiert sich unabhängig von öffentlichen oder privaten Institutionen.

Der AKS wird das Soziokulturelle Zentrum als Raum für Organisations- und Reflexionstreffen und Informationsarbeit nutzen, gleichzeitig wird er von der Vernetzung mit Initiativen in verschiedenen sozialen Bereichen profitieren.

Peace, Love & Solidarity

Peace, Love & Solidarity auf Facebook

Peace, Love & Solidarität organisiert gemeinsam kulturelle und politische Projekte und Veranstaltungen, um Räume zu schaffen, in denen Menschen sich austauschen und organisieren können. Nur durch persönliche Begegnungen, die von Respekt und Solidarität geprägt sind, kann gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen, wie Kapitalismus, Sexismus, Rassismus, Homophonie (…) entgegengewirkt werden.

PL&S haben bislang keinen Ort, den sie regelmäßig und verlässlich nutzen können. Sie benötigen ungefähr einmal in der Woche einen Raum für Veranstaltungen, Plenen, Konzerte oder Solidaritätsfeiern.